Zeit im Dunkeln

von Henning MankelL

Vater und Tochter sind in einem ihnen fremden Land angekommen, der Vater verlässt jedoch kaum den Zufluchtsort, eine kleine Wohnung. Seine Tochter versucht dem Vater klar zu machen, dass sie sich nun endlich dem neuen Land stellen und öffnen sollten, anstatt auf die versprochene Weiterschleusung in ein paradiesisches Kanada, wahlweise auch Australien, zu warten. Andererseits macht sie ihm Vorwürfe, dass er bei ihrer Flucht über das Meer den Tod der Mutter nicht verhindern konnte.
Mankell reflektiert nicht Vorbehalte der einheimischen Bevölkerung, sondern erfindet zwei fiktive Flüchtlinge mit ihren Stärken und Schwächen.

Auf der Flucht starb die Mutter, keiner weiß, wie es weitergeht; die Zukunft ist trostlos und düster. In der kargen Baracke gedeihen Wut und Verzweiflung, aber auch kurze Momente des Glücks und der Zuversicht.
Anfangs sind die Rollen der beiden klar verteilt. Der Vater hat das Sagen, die Tochter muss gehorchen. Im Laufe des Stückes aber wandelt sich das Rollenverständnis. Zunehmend wird sich das Mädchen ihrer Stärke bewusst – was den Vater vor neue Herausforderungen stellt.

Produktion: Fürther Bagaasch-Ensemblebühne
(Aufführungsort: Turbinenhaus Foerstermühle)
Dramaturgie, Bühne, Kostüme: Ute Weiherer
Regie: Ute Weiherer
Ensemble:
Uwe Weiherer 
Rike Frohberger
Plakat: Peter Frei

Pressemeldungen zur Inszenierung: Mankells Anklageschrift und Familienzeit im Dunkeln